Mit geschickter Lieferantenauswahl wettbewerbsfähig bleiben

Veröffentlicht am: 28. Oktober 2013

Bedingt durch die Globalisierung und die Öffnung der Märkte sehen sich Unternehmen einem immer höheren Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Firmen rund um die Welt können mittlerweile für etablierte Unternehmen eine ernsthafte Konkurrenz darstellen. Die neuen Firmen drängen mit niedrigen Preisen auf den Markt. Doch ansässige Betriebe sollten sich hiervon nicht abschrecken lassen und die Chance nutzen, die sich durch die neue Situation ergibt. Denn für sie selbst ergibt sich die Möglichkeit durch die steigende Auswahl potentieller Lieferanten ihre Produkte zu verbessern und konkurrenzfähig zu bleiben. Ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl eines Lieferanten ist der Preis der angebotenen Leistungen. Aber auch die Qualität der Produkte und des Services darf nicht vernachlässigt werden. Deshalb sollten nicht nur neu gegründete oder global agierende Unternehmen ihre Entscheidung der Lieferanten genau überdenken, auch für mittelständische Unternehmen können sich erhebliche Vorteile ergeben.

Datenbanken erleichtern die Suche nach Lieferanten

Bevor die Suche nach geeigneten Lieferanten beginnen kann, müssen zunächst die eigenen Anforderungen bestimmt werden. Der Bedarf sollte also möglichst genau definiert werden. Darunter fallen neben den Produkteigenschaften auch Preisvorstellungen und Erwartungen bezüglich dem Service der Lieferanten. Erst wenn dies geschehen ist, können Lieferanten und deren Leistungen miteinander verglichen werden. Hat man seine eigenen Erwartungen bezüglich des Leistungsumfangs festgelegt, kann man die Suche nach Lieferanten in Angriff nehmen. Schon allein die Anfrage in den gängigen Internetsuchmaschinen wird eine unüberschaubare Vielzahl von Anbietern zur Folge haben. Diese dann zu filtern und auf ihre Eignung zu überprüfen würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Einfacher ist es auf bestehende Datenbanken zurückzugreifen, die eine Einteilung nach Produktkategorie und Standort zulassen. Interessierte können Lieferanten beispielsweise auf Industrystock.de finden.

Preise und Qualität miteinander vergleichen

Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung eines Sourcing-Marktplatzes. Auf einer elektronischen Beschaffungsplattform können Unternehmen Ausschreibungen vornehmen, um mit Lieferanten in Kontakt zu kommen. Diese Vorgehensweise kann einige Vorteile für den Einkauf bringen. Hat man dann eine Auswahl möglicher Lieferanten getroffen, gilt es diese genauer zu prüfen. An erster Stelle steht natürlich ein Preis- und Produktvergleich. Berücksichtigt werden muss, dass ein Preisvergleich nur dann wirklich aussagekräftig ist, wenn die Leistungen auch übereinstimmen. Sinnvoll ist es eine Probebestellung durchzuführen. Zum einen hat man hierdurch die Möglichkeit die Produkte anhand ihrer Qualität zu überprüfen und zum anderen kann dies schon Aufschlüsse bezüglich des Lieferservices bringen.

Eigene Lieferantenbewertung durchführen

Für die Kostenkalkulation von enormer Bedeutung sind auch Nebenkosten. Transport-, Support-, Wartungs-, Zoll- und weitere Kosten können ein eigentlich preiswertes Produkt so verteuern, dass es nicht mehr attraktiv ist. Wer aber nur auf den reinen Produktpreis schaut, kann sich schnell verrechnen. Auf keinen Fall vernachlässigt werden darf zudem die Zuverlässigkeit des Lieferanten. Das beste und günstigste Produkt ist nahezu wertlos, wenn der Lieferant unzuverlässig ist und nicht rechtzeitig liefert. Dann besteht die Gefahr, dass die eigenen Kunden zum Konkurrenten wechseln. Auf verschiedenen Internetseiten kann man Bewertungen der Lieferanten einsehen. Oftmals kann man auch aus dem persönlichen Kontakt Schlüsse bezüglich der Arbeitsweise des Zulieferers ziehen. Zeigt sich dieser schon im Vorfeld als unflexibel und säumig sollte man Abstand nehmen, auch wenn die Preise sehr verlockend sind. Zuletzt ist es hilfreich, wenn man im eigenen Unternehmen eine Lieferantenbewertung einführt. Informationen über bisherige Kontakte und Suchanfragen werden gesammelt und systematisch zusammengeführt. Das erleichtert die Arbeit bei etwaigen späteren Auswahlprozessen und auch bestehende Geschäftsverhältnisse mit Zulieferern können analysiert werden.